Böhmen 13.05.2005 - 16.05.2005

Freitag, 13.05.2005

Schloss Lemberk - Felsenburg Sloup - Schloss Zákupy
An einem Freitag den 13. in den Urlaub zu fahren, vermag für manchen nicht geheuer zu sein. Zum Glück sind wir nicht abergläubisch und sind pünktlich um halb neun auf dem Weg Richtung Tschechei. Wie immer haben wir die A 13 genutzt und sind über Polen (zum ersten günstigen Tanken) in unser Wanderparadies gelangt. Da es erst gegen Mittag an diesem sonnigen Tag war, sind wir als erstes zum Schloß Lemberk bei Jablonné gefahren. Die aus dem 13. Jahrhundert erbaute Burg wurde Ende des 16. Jahrhunderts zu einem Renaissanceschloß umgebaut. Von Außen bietet des Schloß keinen besonders schönen Anblick. Doch im Inneren sieht es ganz anders aus. Reichverzierter Stuck an den Wänden lassen die einstige Schönheit von Lemberk erahnen. Mit einer Führung haben wir die Räumlichkeiten besichtigt. Der Eintrittspreis war sehr gering. Kann man mit dem teuren Deutschland nicht vergleichen. Und man sieht in der Regel auch mehr von den Räumlichkeiten. Zu unserem Glück waren wir die einzigen Besucher. Hier haben wir wieder eine unserer heißbegehrter Holzplaketten bekommen. Anschließend ging es weiter nach Sloup, wo eine Felsenburg mit Einsiedelei steht. In einen Felsen wurde eine Burg gehauen, die herrliche Möglichkeiten zum durchstöbern bietet. Gegen eine kleine Gebühr konnten wir uns in Ruhe die Einsiedelei ansehen. Sirko zeigte gleich wieder seine Kraft mit ein paar Klimmzügen. Das der Holzbalken das durchgehalten hat... Unser nächstes Ziel an diesem nach jungen Tag war das Schloß Zákupy zwischen Ceska Lipa und Mimon. Der Innenhof lädt mit seine alten Stühlen und sonnendurchfluteten Gängen zum Verweilen ein. Im ersten Teil des wunderschönen Schlosses liegt ein Bärengehege. Doch hatten wir den Eindruck, das es den Bären dort eher schlecht geht. Nach einer wieder günstigen und alleinigen Führung machten wir uns endgültig zu unsere Ferienwohnung nach Stara Oleska auf. Zuerst hielten wir aber noch im Hypernova in Ceska Lipa an. Insgesamt haben wir an diesem Tag drei Holzplaketten bekommen. Mehr Bilder hier.

Samstag, 14.05.2005

Burg Bezdez - Hrad Houska - Hrad Kokorin
Heute stand unsere größte Herausforderung auf dem Plan. Endlich wollten wir Bezdez (gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut) erklimmen. Nachdem es uns bisher versagt geblieben war, musste der „böse“ Berg endlich bezwungen werden. Zwischen Ceska Lipa und Mlada Boleslav lag unser Ziel. Gegen eine Gebühr haben wir am Fuße des Berges geparkt. Schneller als erwartet haben wir Bezdez bestiegen. In nur 15 Minuten waren wir am ersten Tor der gleichnamigen Burg, die auf dem Gipfel steht. Der Anstieg ist also nicht sehr schwierig. Endlich konnten wir unsere Holzplakette in Empfang nehmen. Die Burgruine ist ohne Führung begehbar und bietet einen schönen Blick auf die unmittelbare Umgebung. Die zwei Türme sieht man schon von weitem in der ebenen Landschaft um den See. Durch seine schwere Zugänglichkeit wurde er später kaum umgebaut und das ursprüngliche mittelalterliche Aussehen blieb erhalten. Nach dem schnellen Abstieg ging es weiter zum Hrad Houska, nicht weit entfernt von Bezdez. Nach einem steilen Aufstieg fanden wir uns in einem Gewimmel von Menschen wieder. Nach kurzer Überlegung haben wir uns gegen eine Besichtigung entschieden und haben uns nur die Holzplakette geholt. Dafür hat sich aber die Aussicht von dem nahegelegenen Plateau gelohnt. Als letztes Ziel an diesem Tag sind wir zum Hrad Kokorin, unweit von Melnik, gefahren. Beachte, das die letzte Führung bereits 15 Uhr ist. Mit sehr vielen anderen Besuchern haben wir das Schloß besichtigt. In der ersten Hälfte des 14. Jahrehunderts erbaut. Gegen Ende des 15. Jh. wurde die Burg im spätgotischen Stil erneuert. Hierbei handelt es sich um eine der letzten romantischen Rekonstruktionen eines mittelalterlichen Objektes. Die Besichtigung war aber sehr ernüchternd. Mehr als drei Räume im Gedränge der Touris haben wir nichtgesehen. Anschließend sind wir nach Decin in den Tesco gefahren, ein Supermarkt der nonstop geöffnet hat mit einer mehr als reichhaltigen Auswahl. An diesem Tag haben wir wieder drei Plaketten ergattern können. Mehr Bilder hier.

Sonntag, 15.05.2005

Kravare - Úštěk - Zamek Ploskovice - Litoměřice - Turm Mostná hora - Hrad Střekov (Burg Schreckenstein)
An diesem Tag haben wir uns zuerst auf die Suche nach einem alten Bauernhaus in Kravare begeben. Dort sollte es eine Plakette geben. Zwischen Ceska Lipa und Litoměřice sind wir fündig geworden. Es ist nicht leicht zu finden, da es keinen Wegweiser gab. Doch dieses Haus fällt in dem tristen Dorf sehr auf. Das alte Bauernhaus war auch zu besichtigen gegen eine kleine Gebühr. Anschließend wollten wir zur Burg Helfenburk, um ein wenig zu wandern. In einem Waldgebiet 3 km östlich von Úštěk liegt die verborgene Felsenburg. Doch keinen Wanderweg, der uns dort hingebracht hätte war für uns ersichtlich. Wir mussten schweren Herzens weiterfahren. Haben anschließend versucht, in Úštěk eine Plakette zu bekommen, jedoch auch ohne Erfolg. Unser nächstes Ziel war das Zamek Ploskovice. Das Schloß liegt ca. 6 km nordöstlich von Litoměřice entfernt. Die Führung dauerte eine Stunde. Wir konnten schöne Rokoko-Stuckaturen, Wandmalereien, historische Möbel und Porzellan aus der Glashütte Nový Bor bewundern. Mehrere Brunnen und eine künstliche Grotte zieren den Terrassengarten. Als Krönung wandeln im Park drei Pfauen einher und zeigen manchmal ihren prachtvollen Federschmuck. Es ging weiter zu unserem nächsten Ziel, dem Turm Mostná hora (272 m) mit gleichnamiger Gaststätte. In Litoměřice hatten wir mit Einbahnstraßen zu kämpfen und mussten uns extra einen Stadtplan kaufen, um den Turm zu finden. Innerhalb der Stadt gibt es einen „Park“, wo ein mit Pflastersteinen begehbarer Pfad hinauf zum Turm führt. Ale Touris liefen auch hinauf, nur Sirko nicht. Der fuhr mit seinem kleinen Polo bis zur Gaststätte. Eher selten, das wir fahren und nicht laufen. Der Turm wurde extra für Touristen erbaut, um eine gute Aussicht auf Litoměřice und Umgebung zu ermöglichen. In dem dortigen Restaurant haben auch gegessen. Leider gab es fast ausschließlich deutsche Küche. Unser letztes Ziel an diesem Tag war Ústí nad Labem. Dort sind wir zum Hrad Střekov, auch bekannt als Burg Schreckenstein. Die Burgruine befindet sich im Privatbesitz, ist aber mit deutscher Führung begehbar. Der Turm ist noch voll intakt. Sehr schöne Aussicht auf Ústí nad Labem. Nach dem wir an diesem Tag nunmehr sechs Plaketten bekommen hatten, sind wir wieder nach Decin zum Tesco gefahren und anschließend zurück nach Stara Oleska. Mehr Bilder hier.

Montag, 16.05.2005

Heute wollten wir es in Ruhe angehen lassen und sind so erst gegen 10 Uhr Richtung Heimat aufgebrochen. Doch unser kleiner Polo meinte es nicht gut mit uns. Als wir kurz für eine Pause anhielten, sprang das Auto nicht mehr an. Nach 1-stündigem Warten hielten zwei Tschechen an, konnten uns aber leider nicht helfen. Sirko kam auf die gute Idee, den VW-Notruf in Deutschland anzurufen. Nach einer Stunde kam von Ceska Lipa ein Abschleppfahrzeug und brachte uns in eine Werkstatt. Zu diesem Zeitpunkt sprang das Auto aber wieder an. In der Werkstatt wurde kein Fehler gefunden. Nach etlichen Stunden Zwangspause konnten wir unsere Heimreise fortsetzten. Zum Glück verlief diese ohne Probleme. Mehr Bilder hier.