Böhmen 02.06.2006 - 05.06.2006

Alle Jahre wieder auch 2006 nutzen wir Pfingsten zum Besuch der böhmischen Schweiz. Die Gegend hat einfach so viel zu bieten und bei Frau Schmidtova  kommen wir wieder unter.

Freitag, 02.06.2006

Gegen Mittag ging es wieder einmal zu Frau Schmidtova nach Stara Oleska. Uns hatte es erneut ins Elbsandsteingebirge gezogen. Schlau wollten wir sein und sind diesesmal nicht über die A13 gefahren, sondern sind den Anweisungen unseres Navis (Uschi) gefolgt. Leider sind wir vor dem Dreieck Nossen in einen Stau geraten. Unfall, Totalsperrung. In Sichtweite war die Abfahrt Nossen. Wir haben für diesen Kilometer über eine Stunde gebraucht. Statt im Stau zu bleiben, wollten wir Landstraße fahren. Das dachten hundert andere Autofahrer auch. So standen wir auf der Landstraße im Stau. Erst nach über 5 Stunden waren wir in der Tschechei. Denn die Grenzbeamten mussten an diesem Tag jedes einzelne Auto kontrollieren. So viel Pech hatten wir selten. Schnell ging es noch nach Decin in den Tesco und gegen 19 Uhr waren wir erst in Stara Oleska. Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch etwas unternehmen. Daraus wurde leider nichts.

Samstag, 03.06.2006

Mezni Louka - Mezna - Wilde Klamm - Sneznik - Turm Sneznik - Panska Skala
An diesem Tag hatten wir viel vor. Wie immer sind wir sehr zeitig aufgestanden und sind nach Mezni Louka gefahren. Dort mussten wir 2€ Parkgebühren bezahlen. Unser erstes Ziel an diesem Tag war die „Wilde Klamm“. Wir sind vom Parkplatz aus nach Mezna gelaufen, um dort in die Klamm einzusteigen (grüne Markierung). Es ist ein sehr steiler Abstieg (ca. 100 Höhenmeter). Sollte man nur abwärts laufen und nicht etwa hinauf. Das haben wir schon einmal durch. Ich weiß von was ich da rede. In der Klamm angekommen sind wir dem Fluß Kamnitz flussaufwärts gefolgt. Eine sehr schöne Wanderung. Da wir früh am morgen da waren, hatten wir die Klamm für uns allein. Die Sonne mit ihren morgendlichen Strahlen bezauberte das Wasser und die hohen Felswände gleichermaßen. Unser Weg führte uns bis zur Kahnanlegestelle. Mit einer Kurbel haben wir den Kahnfahrer gerufen in der Hoffnung, Stille Klammdas er auch kommt. Bereits nach ein paar Minuten kam er im diffusen Licht der Sonne und nahm uns Wartende auf. Langsam ging es im Boot weiter flussaufwärts. Wir konnten eine Felsformationen sehen, die wie Tiere aussehen; eine Schlange oder eine Schildkröte. Nach einer Viertel Stunde war die Bootsfahrt bereits vorbei. Unser Weg führte uns weiter über Metallwege in einen Wald hinein und zurück nach Mezni Louka. Nach etwa 2 Stunden hatten wir die 7 km geschafft. Dann ging es weiter zu unserer nächsten Wanderung, dem Sneznik. Geparkt haben wir an der Kammwegbaude und mussten 30 Kronen bezahlen. Dem großen asphaltierten Touristenweg sind wir nicht gefolgt sondern haben uns nach rechts gewendet zum Ortsteil Vorder-Schneeberg. Dort sind wir der grünen Wandermarkierung über eine Wiese gefolgt. Dann ging es steil aufwärts, aber ein sehr schöner Weg und kaum Menschen. Bäume spenden etwas Schatten und die Natur ist sehr abwechslungsreich. Dem steilen Weg sind wir bis zum Plateau gefolgt, von wo aus wir eine hervorragende Aussicht hatten. Entlang des Plateaus sind wir zum Turm SnesnikTurm auf dem Sznesnikgelangt. Wir zahlten Eintritt und bekamen einen großen Schlüssel, womit wir die Tür aufschließen und hinter uns wieder zuschließen mussten. Auch vom Turm aus war die Aussicht atemberaubend. Direkt an dem Turm ist eine kleine Gaststätte, wo wir wieder den Schlüssel abgegeben haben und uns ein paar Würstchen zur Stärkung geholt haben. Nach einer kleinen Pause ging es weiter. Wir haben für den Abstieg den asphaltierten Massentouristenweg gewählt. Eine schlechte Wahl. Keine Bäume, die Schatten spenden könnten, jede Menge Touris und der steile Weg auf Asphalt lässt die Füße brennen. Den hätten wir nicht hinauf laufen wollen. Nach 7 km und 140 Höhenmeter waren wir wieder an unserem Auto angelangt. Als Belohnung für unsere Wanderung sind wir anschließend wieder nach Decin auf die Schäferwand gefahren und haben dort lecker gegessen. War nur etwas sehr stürmisch und kühl. Der krönende Abschluß war mal wieder Panska Skala im Sonnenuntergang. Einfach genial und ein sehr gelungener Tag.
Mehr Bilder hier.

Sonntag, 04.06.2006

Jetrichovice - Felsenburg Falkenstein - Tokani-Hütte - Rynartice - Steinerne Rinnen - Jetrichovice - Chlum
Früh ging es bereits Richtung Jetrichovice, wo wir gegenüber der Information parkten. Der Parkplatz gehört zu einem ehemaligen Hotel. Zu der frühen Stunde war dort noch niemand. Dem gelben Wanderweg sind wir ins Stammbrückental gefolgt. Leider war der Wanderweg auf mehreren Kilometern asphaltiert. Unterwegs sind wir am „Falkenstein“ vorbei gekommen. Auf dem Falkenstein war einstmals eine ehemalige Felsenburg. Nur noch ein paar Überreste erinnern daran. Wir haben uns entschlossen, dort hinauf zu klettern. Bis zum Felsen ging es noch, wenn auch etwas sehr sandig. Um auf den Felsen zu kommen, mussten wir über einen Baumstamm in eine enge Felsspalte krabbeln. Diese war so eng, das Sirko aufAuf den Falkensteinhalber Strecke den Rucksack abnehmen musste. Ich hätte den Aufstieg fast nicht geschafft. An einer kniffligen Stelle bin ich immer zu nicht hochgekommen. Doch mit viel Kraft und Schwung hatte ich es doch noch geschafft. Die Aussicht vom Falkenstein belohnte uns für die Strapazen. Leider war es sehr bewölkt gewesen an diesem Tag. Doch geregnet hatte es nie. Der Aufstieg hatte uns eine Stunde gekostet. Und der Abstieg war nicht viel besser gewesen. Irgendwann hatten wir es geschafft und es ging auf dem asphaltierten weg weiter Richtung „Tokani-Hütte“ oder auch „Balzhütte“ genannt. Wir folgten dem gelben Wanderweg bis zu einer Kreuzung, wo wir weiter der blauen Wandermarkierung gefolgt sind. Kein asphaltierter Weg mehr. Es ging steil rauf und runter und irgendwann sind wir doch wieder auf Asphalt zur Tokani-Hütte gelangt. Da es sehr kalt an diesem Tag war, haben wir uns erst mal aufgewärmt und ein paar Würstchen gegessen. Dort haben wir auch wieder ein dieser Holzplaketten bekommen. Nach einer etwas längeren Pause sind wir den selben Weg zurück gelaufen bis zur Kreuzung mit dem blauen Wanderweg. Diesem sind wir bis nach Rynartice gefolgt, ein ständiges Auf und Ab. In Rynartice sind wir vorbei an dem Kriegerdenkmal (nach 40m) zu den steinernen Rinnen gelaufen. Nach einem Kilometer, immer oberhalb des „Paulinengrundes“ hatten wir die „steinernen Rinnen“Steinerne Rinneerreicht. Mitte des 18. Jahrhunderts wahrscheinlich erbaut, weiß keiner mehr, wozu die steinernen Rinnen mitten im Wald gebaut wurden. Eine Jahreszahl am Ende der Rinne deutet wahrscheinlich auf das Entstehungsjahr hin, bewiesen ist dies jedoch nicht. Nach 13 km und über 5 Stunden Marschzeit waren wir wieder am Auto in Jetrechovice angelangt. Mittlerweile war der Parkplatz voll. Also immer zeitig da sein. Anschließend ging es zum Tesco nach Decin und weiter zum Turm Chlum. Dafür mußten wir nach Breznik und über eine hölzerne Brücke fahren. An sich soll man von Breznik aus auf den Chlum steigen. Doch in diesem Ort würde ich mein Auto nicht stehen lassen. Nichts gegen die Leute dort, aber es sah nicht sehr vertrauenswürdig aus. Also sind wir über eine sehr enge und schmale Straße hinauf gefahren. Die Straße war gerade mal so breit wie unser Auto. Ich habe ständig gehofft, das uns niemand entgegen kommt. Die letzten 80 Höhenmeter mussten wir auf einem Kilometer laufen. Wir parkten unser Auto kurzerhand vor dem Eingang des Weges. Ich war mir gar nicht sicher, das das erlaubt war. Nach einem Kilometer waren wir am Chlum. Der Turm ist frei zugänglich. Ständig hatten wir ihn von Decin aus gesucht, jedoch ohne Erfolg. Grund ist, das er mitten im Wald steht und auch nur von einer Seite aus freie Aussicht bietet. Als wir am Abend wieder nach hause kamen, hatten wir 15 km in den Knochen. Und das Wetter war auch nicht so gut. Aber ein schöner Tag war es auf jeden Fall gewesen. Mehr Bilder hier.

Montag, 05.06.2006

An unserem Abreisetag wollten wir ursprünglich noch etwas unternehmen. Doch ging es mir nicht sehr gut und wir haben uns entschieden, gleich nach Hause zu fahren. Wir sind wieder über Dreieck Nossen gefahren und diesesmal ohne Probleme durch gekommen.