Daun 27.04.2007 - 01.05.2007



Freitag, 27.04.2007

Unser erster Kurztrip in diesem Jahr führte uns wieder in die Eifel. Vormittag sind wir beide noch ins Büro gegangen, bevor es gegen 12 Uhr losging. Wir sind dieselbe Strecke wie letztes Jahr gefahren und hatten unwahrscheinliches Glück mit dem Verkehr. Auf der Gegenrichtung war ein Stau an dem anderen, wir aber hatten freie Fahrt. Selbst durch die Baustellen sind wir problemlos gefahren. Dadurch waren wir sehr zeitig in Daun und haben uns noch eine Wanderkarte besorgt. Die Begrüßung in unserer Ferienwohnung "Sonnenblume" war, wie das letzte Jahr, sehr herzlich. Wir haben uns gleich wie zu Hause gefühlt. Wer Lust hat, kann sich die Ferienwohnung einmal anschauen.

Samstag, 28.04.2007

Manderscheid - Eckenfelder Trockenmaar - Eckfeld - Buchholz - Manderscheid
Höhenmeter: 476 m Profil anzeigen
Kilometer: 13 km
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Wie immer sind wir sehr zeitig aufgestanden und bei strahlendem Sonnenschein nach Manderscheid gefahren. Wir stellten das Auto auf dem Parkplatz Burgenblick ab in der unteren Grafenstraße.

Gegen 8 Uhr begann unsere Wanderung hinauf zum Rathaus. Wir folgten der Wegmarkierung "schwarzer Keil" (Lieserpfad). Durch den Lieserhang ging es zur Ruhlandhütte und anschließend zur Schutzhütte Hahnerfläch. Der Aufstieg war nur mäßig schwierig durch einen teilweise zerstörten Wald. Bei der Hahnerflächhütte sind wir auf einen Wanderpärchen mit Hund gestoßen. Einen kleine Pause und ein Schwätzchen später sind wir gemeinsam weiter gewandert. Bald jedoch waren wir wieder allein und begaben uns zur Kobeslochhütte auf einem sehr breiten Wanderweg. Sehr viele Aussichtspunkte boten immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die Landschaft.

Nach einer geraumen Weile kam eine Brücke und es ging rechts hinab ins Liesertal. Wir sind einem Querweg weiter gefolgt bis es erneut rechts neben dem Pellenbach talaufwärts zum Eckenfelder Trockenmaar ging. Unser Wanderweg war immer noch die Markierung "schwarzer Keil". Es ging zur Heidehütte und dann bergab nach Eckfeld. In der Heidehütte, eine sehr schöne Hütte mit Wiese und Bänken, haben wir eine längere Rast gemacht.

In Eckfeld ging es an der imposanten Kirche vorbei entlang blühender Rapsfelder nach Buchholz. Beim Belvédère, ein romantisches Plätzchen, hatten wir einen schönen Ausblick auf Manderscheid und konnten die Ober- und Unterburg bewundern. Ursprünglich wollten wir zu den Burgen wandern, aber die Zeit war knapp bemessen. Wir wollten an dem Tag noch nach Bingen. Also sind wir über die Lieser wieder steil bergab ins Tal gewandert, bevor es genauso steil wieder bergan ging. Ein kurzer Zwischenstopp bei der Oberburg, um ein Foto zu machen, und zurück nach Manderscheid.

Am Vorabend hatten uns Familie Philipp wieder zum Grillen eingeladen. Leider konnten wir die Einladung nicht annehmen, da wir eine Verabredung in Bingen hatten und waren erst spät in der Nacht wider zurück. Sehr schade, aber wirklich lieb gemeint.

Diese Wanderung war sehr leicht und das Wetter war hervorragend. Mit 28 Grad etwas sehr warm, doch waren wir hauptsächlich im Wald unterwegs. Unsere Zwuschi hatte uns manches mal leider im Stich gelassen, weshalb die Aufzeichnung nicht vollständig ist. Aber es reicht, um unseren Weg nach zu wandern.


Ausblick auf Ober- und Niederburg

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Sonntag, 29.04.2007

Gerolstein - Munterley - Kasselburg - Dietzenley - Löwenburg - Gerolstein
Höhenmeter: 517 m   Profil anzeigen
Kilometer: 19 km
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Unser heutiges Ziel Gerolstein lag nicht weit von Daun entfernt, nur 18 km. Wir haben am Bahnhof geparkt und unser Auto unter ein schattiges Plätzchen gestellt. Eine Brücke führte über den Fluss Kyll und sind Richtung Munterley gelaufen. Ein steiler Anstieg durch den Wald belohnte uns mit einem sehr schönen Aussichtspunkt. Wir kamen an riesige Abbruchtrümmer des Dolomitfelsen vorbei. Auf dem Munterley gab es eine Schutzhütte mit Panoramablick auf Gerolstein. Links ging es weiter auf einem breiten Weg zur Buchenlochhöhle (Karsthöhle). Diese war nur sehr schwer zu finden, da die Beschilderung, wie immer in der Eifel, sehr schlecht war. Ständig waren es nur 200m bis zum Ziel, wenn man der Beschilderung glaubte. Eine Treppe führte zur dunklen Höhle hinauf.

Nach einer kurzen Besichtigung ging es weiter zur Papenkaule. Dies ist ein ehemaliger kreisrunder Explosionsgrater. Vorbei an der gallo romanischen Kultstätte standen wir plötzlich vor einer Kreuzung und wussten nicht weiter. Zwuschi wollte uns woanders hinschicken, als es die Karte gesagt hätte. Wir sind dann der Karte gefolgt und kamen so auf einem asphaltierten Weg bis zu einem Waldrand. Rechts abgebogen folgten wir dem Wanderweg bis zu einer Straße, wo die Kasselburg bereits zu sehen war.

Diese haben wir auch besichtigt, wobei wir dabei allein waren. Es war noch sehr früh am Morgen, was unser Glück war. In der Burg gibt es einen kleinen Zoo und ein Adler- und Wolfsgehege. Wir ließen uns viel Zeit und haben anschließend ein Picknick abgehalten. Als wir die Kasselburg verließen, kamen die Touris mit vielen Kindern in Scharen angerannt. Wirklich noch einmal Glück gehabt, denn mit der Ruhe war es dann vorbei.

Wir folgten der Straße hinunter nach Pelm und haben erneut die Kyll überquert. Durch Pelm hindurch folgten wir der Straße nach Neroth. Dann sind wir rechts abgebogen auf eine geteerte Straße. Dem Geopfad (G) folgend sind wir bis zum Dietzenley (höchster Vulkan bei Gerolstein) gewandert. Von hier aus bot sich uns wieder einmal ein hervorragender Panoramablick. Hier haben wir auch aus keltischen Zeiten stammend Steinwälle gesehen, die einst Mauern bildeten (500 v. Chr.).

Nach einer Pause ging es wieder hinab, weiter auf dem Geopfad. Wir kamen an einem Funkturm vorbei und am aus Sandstein geformten Wegkreuz (Davidskreuz) und dem Grafenkreuz. Kurz dahinter kam die Büchkapelle, die 1682 erreichtet wurde, leider zerstört und im 20. Jahrhundert wieder aufgebaut. Eine sehr schöne kleine Kapelle, unbedingt sehenswert.

Nach der Besichtigung ging es auf einem asphaltierten Weg weiter nach Gerolstein. Wir kamen in Gerolstein durch ein Stadtviertel, das eindeutig den wohlhabenden Menschen zuzuordnen ist. Villen, Überwachungskameras, Porsche vor der Haustür.

Unser letztes Ziel an diesem Tag war die in Gerolstein gelegene Löwenburg. Leider stehen nur noch die Ruinen und ein Teil ist privatisiert und nicht zu besichtigen. Aber dafür hatten wir einen umfassenden Blick auf Gerolstein und Munterley. Sehr lange blieben wir dort auf einer Bank sitzen und entschieden uns, uns mit einem besuch im Schnellrestaurant zu belohnen.

Das Wetter blieb sonnig und warm. Mit knapp 23 Grad eine sehr schöne Wanderung.

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Montag, 30.04.2007

Vianden - Millebierg - Bivels - Vianden
Höhenmeter: 207 m   Profil anzeigen
Kilometer: 13 km
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Heute wollten wir einmal im Ausland wandern. Die Frage war nur, in welcher Richtung wir unsere Wanderung beginnen. Unser Ziel war Vianden in Luxemburg und die Burg Falkenstein in Deutschland. Zuerst wollten wir von der Burg Falkenstein aus unsere Wanderung beginnen, haben uns aber dann doch dagegen entschieden und sind nach Luxemburg gefahren.

Nach einer Stunde Fahrtzeit waren wir in Vianden. Diese ist eine sehr schöne alte Stadt, wenn da nicht der ganze Verkehr wäre. Das Problem mit Vianden ist, das es viele Restaurant und Kaffees gibt, die direkt am Straßenrand liegen und keinen Meter entfernt rollt der Schwerverkehr. Es ist kaum ein Durchkommen möglich.

Wir parkten unterhalb der sehr schönen Burg Vianden. Der Parkplatz kostete uns keinen Cent. Dann ging es los. Die sehr schlechte Beschilderung der Wanderweg (haben sich die Luxemburger wohl vom Eifelverein abgeschaut) brachte uns auf einen falschen Weg. Wir merkten dies relativ schnell und sind unserem Gespür nach gelaufen.

Es ging hinauf auf den Millebierg und dann auf dem Wanderweg "E" und später "M" vorbei am Biergerbesch. Das Speicherbecken, das wir uns eigentlich anschauen wollten, lag sehr weit oberhalb von uns und war somit nicht erreichbar.

Am Speicherbecken rechts vorbei ging es nach Boukels und zum Ort Bivels. Bivels ist ein sehr verschlafenes Örtchen, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Es liegt am langgezogenen Stausee der Our, den wir mit Hilfe einer Fußgängerbrücke überqueren wollten. Auf der anderen Seite in Deutschland wartete die Burgruine Falkenstein in Sichtweite auf uns. Doch schon aus der Ferne war ein ziemlicher Lärm zu hören und je näher wir der Brücke kamen, umso schlimmer wurde es. Als wir endlich am Fuße der Brücke standen, war für uns keine Überquerung möglich. Es fanden Sandstrahlarbeiten an der Brücke statt und diese war deshalb gesperrt. Da waren wir froh, das wir die Wanderung nicht von Falkenstein aus unternommen hatten. Denn dann wäre dies noch schlimmer gewesen. So gingen wir wieder zurück, setzten uns in Bivels auf eine Bank im Schatten, zogen die Schuhe aus und holten die Karte aus dem Rucksack.

Dieselbe Strecke zurück wollten wir nicht. Also suchten wir uns einen anderen Weg über die Our. Neue Route gefunden und losgelaufen. Auf der Straße in der prallen Sonne ging es wieder Richtung Vianden und auf einer großen Brücke kamen wir auf die andere Uferseite. Rechts hinein ging es den Berghang hinauf. Hier waren wir die einzigen Wanderer und hatten immer wieder einen Panoramablick auf die Burg Vianden.

Nach ein paar Kilomtern kamen wir wieder in Vianden an und haben nach einer kurzen Pause die Burg Vianden besichtigt. Der Eintrittspreis war nicht zu hoch und wir konnten in aller Ruhe die Burg erkunden. Eine sehr schöne Burg, die einst fast völlig zerstört war und durch private Mittel wieder aufgebaut wurde. Unbedingt sehenswert, wenn man in Vianden ist.

Natürlich haben wir auch sehr günstig getankt und ebenso Kaffee mitgenommen, bevor es wieder zurück nach Daun ging.

An sich eine sehr schöne Wanderung mit vielen Panoramaausblicken. Aber unser Ziel, die Burgruine Falkenstein, leider nicht erreicht.


Blick von Luxenburg auf Burg Falkenstein
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Dienstag, 01.05.2007

Der 1. Mai verlief für uns etwas kurios.

Am Montag Abend hatten wir uns bereits von Familie Philipp verabschiedet, da diese am Dienstag selber wandern wollten. Ich hatte mich schon gewundert, warum sie mitten in der Woche eine Wanderung machen. Das da Feiertag ist und somit ein freier Tag, hatte ich in dem Moment total vergessen.

Am Dienstag haben wir unsere Sachen zusammen gepackt und wollten noch in die Stadt, um Brot zu holen. Dieses hatten wir am Montag nicht mehr bekommen und uns gedacht, holen wir morgen. Im Zentrum angekommen waren die Geschäfte zu. Ach ja, wir haben ja den 1. Mai. Also keine Brot. Tja, weiter ging es auf die Autobahn. Als wir die A4 entlang fuhren, merkten wir, das sowohl wir als auch unser Auto Hunger haben.

Zuerst sollte unser Hunger gestillt werden und wir fuhren zu Burger King, unser Lieblingsrestaurant an der A4. Nach einem reichhaltigen Mahl sind wir wieder losgefahren. Durch die Tankstelle hindurch ging es auf die Autobahn und Sirko meinte zufrieden: "Wir haben gegessen, wir haben getankt...!" schaut mich an und ich schüttele den Kopf. Das Auto schreite bereits nach etwas zu Trinken. Die Fluchausdrücke vom Fahrer möchte ich nicht niederschreiben.

Wir sind von der A4 wieder abgefahren, ohne jedoch eine Tankstelle zu finden. Uschi schickte uns einmal links und rechts der Autobahn, ohne Erfolg. Sirko war schon mehr als sauer und es ging wieder auf die A4. Dann fuhren wir an einem Autohof vorbei, konnten aber auf Grund der Baustelle nicht abfahren. Erst nach ein paar Kilometern war dies möglich und wir mussten neben der Autobahn den ganzen Weg wieder zurück fahren. Nach dem Tanken ging es problemlos weiter. Wir sind dann auch zu Hause angekommen.

Beide waren wir gleich blöd. Der Urlaub war vielleicht doch etwas zu anstrengend.